Lettland-Aktion 2018/19
Die Hilfe geht weiter

Wie auch in den vergangenen Jahren liegt der Schwerpunkt der Lettland-Hilfe auf der Unterstützung der Ärmsten - das sind in Lettland die alleinerziehenden Frauen und ihre Kinder. Dank der großzügigen Spenden 2017 und 2018 konnten mehr als 100 Familien die Wintermonate über mit gesunden Lebensmitteln, Medikamenten und Zuschüssen für Heizung und Strom unterstützt werden. Diese Hilfe soll nun noch weiter ausgebaut werden. Die kfd-Stiftung möchte 140 Familien von Dezember bis April unterstützen. Das kostet pro Familie pro Monat 60 Euro. Dieses Ziel wird  - so der Stand im Februar 2019 - wahrscheinlich erreicht werden. Mehr als 22.000 Euro wurden seit November 2019 bereits dafür gespendet.

Die Lebenswirklichkeit in Lettland ist von Fortschritt, aber auch von großer Armut geprägt. Das EU-Land Lettland hat, von einem wirtschaftlichen Standpunkt ausgesehen, die Wirtschaftskrise von 2008 überwunden und vermeldet wachsende Wirtschaftsraten. Das Land ist hoch digitalisiert, teils weit fortschrittlicher in dieser Hinsicht als Deutschland.



Davon profitieren aber sehr viele Menschen nicht. Sie verdienen oft nur einen Mindestlohn (rund 350 Euro) und sie sind von dem Durchschnittslohn, der rund 700 Euro beträgt, weit entfernt. Eine soziale Absicherung mit Krankenversicherung oder sozialen Hilfen für den Lebensunterhalt gibt es nur in geringem Umfang, wenn überhaupt. So kann aus einem kleinen Husten ein großes gesundheitliches Problem entstehen, weil Medikamente teuer sind und häufig selbst bezahlt werden müssen. Eltern müssen sich entscheiden , ob sie essen oder heizen oder eben Geld für die Gesundheit ausgeben wollen. Das ist gerade im Winter ein großes Problem, weil alle Ausgaben gleichzeitig entstehen.

Die Lettland-Hilfe, die vor Ort von den Frauen des Katholischen Lettischen Frauenbundes organisiert wird, kann bei diesen unmittelbaren Bedürfnissen des Lebens effektiv helfen. Bitte spenden Sie! Ihre Hilfe kommt an wie die Präsidentin des Katholischen Lettischen Frauenbundes, Inara Uzolina, anlässlich des Hedwigsfestes am 19. Oktober eindrucksvoll berichtete.